Posts Tagged ‘sauerkraut

21
Okt
10

Herzhafte Bratäpfel, gefüllt mit Sauerkraut

Auf der Suche nach nicht ganz alltäglichen Sauerkraut-Rezepten stieß ich neben dem orientalischen Sauerkraut mit Fladenbrotknödeln auch auf das folgende Rezept, welches mir direkt gut gefallen hatte.

Es ist schnell gemacht und Sauerkraut und Apfel passen wunderbar zusammen.

4 große Äpfel (hier Boskop)
400 g frisches Sauerkraut
1 Zwiebel
1 EL Olivenöl
120 ml Apfelsaft
1 EL weißer Balsamico
1 TL Honig
1 TL Ingwersirup
50 g Blauschimmelkäse
100 g Sauerrahm
Pfeffer, Salz, Thymian

Äpfel waschen, einen kleinen Deckel abschneiden und mit einem Kugelausstecher bis auf einen 1 cm dicken Rand aushöhlen.

Fruchtfleisch klein schneiden.

Das Sauerkraut abtropfen lassen und klein schneiden.

Zwiebel würfeln und im Öl glasig dünsten. Die Apfelstücke und das Sauerkraut zugeben und kurz anbraten.

Die Sauerkrautmischung mit Apfelsaft ablöschen und Thymian, Ingwersirup, Honig und Essig dazugeben. Salzen und pfeffern.

Zugedeckt bei schwacher Hitze 10 min dünsten.

Das Sauerkraut in die Äpfel füllen und diese in eine Auflaufform setzen.

Blauschimmelkäse mit einer Gabel zerdrücken, mit Sauerrahm verrühren und auf die Äpfel geben. Mit etwas Apfelsaft angießen.

Im Ofen bei 200 °C etwa 20 Minuten überbacken.

Eine harmonische Kombination, die gut in die kältere Jahreszeit passt und mal ganz abseits von Sauerkraut und Kassler.

15
Okt
10

Fladenbrotknödel auf orientalischem Sauerkraut

Proportional zu den sinkenden Temperaturen steigt bei mir der Appetit auf Sauerkraut. In dem Buch „Vegetarisch genießen“ von Dagmar von Cramm und Martin Kintrup, aus dem ich bereits die köstliche Aprikosen-Polenta gekocht hatte, habe ich ein Rezept für eine etwas andere Sauerkraut-Mahlzeit gefunden, die nun jetzt, bei ca. 9° C am Mittag, absolut passend scheint.

200 g türkisches Fladenbrot
300 g Sauerkraut
200 ml Gemüsebouillon
100 ml passierte Tomaten
130 ml Milch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
2 EL Petersilie, gehackt
100 g Feta (im Original Halloumi)
2 Eier
1,5 EL Mehl
Salz
1 TL gemahlener Koriander
Pfeffer
30 g Rosinen
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Kreuzkümmel
1 EL brauner Zucker

Den Backofen auf 220° (Umluft 200°) vorheizen. Das Fladenbrot in dünne Scheiben schneiden und im Ofen ca. 10 min backen, bis es leicht gebräunt ist.

Das Sauerkraut mit der Bouillon und den passierten Tomaten aufkochen und im geschlossenen Topf leise köcheln lassen.

Das Fladenbrot fein würfeln und in einer Schüssel in der Milch einweichen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Zwiebelwürfel in Butter anschwitzen, bis sie glasig sind. Knoblauch hinzufügen, kurz mitdünsten und von der Kochstelle nehmen.

Petersilie waschen und trockenschütteln. Die Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Den Feta zerkrümeln und mit den Eiern, dem Mehl, einem halben TL Koriander, der Petersilie, den Zwiebeln und etwas Pfeffer zum Fladenbrot geben und zu einem homogenen Teig verkneten.

Die Rosinen, Kurkuma, Kreuzkümmel, einen weiteren halben TL Koriander und den braunen Zucker zum Sauerkraut geben und weiterköcheln lassen.

Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser aufsetzen. Aus der Brotmasse 8 Knödel formen und diese in dem siedenden Wasser in ca. 10 min gar ziehen lassen.

Auf dem Sauerkraut servieren.

Wir waren sehr begeistert. Lustig war schon, dass ich nie Semmelknödel machen wollte, weil ich dachte, das sei kompliziert. Und wie ich da so im Fladenbrotteig knetete, fiel mir auf, dass das ja nix anderes ist, als Semmelknödel. Wieder eine Blockade abgebaut 😀

Wir wünschen Euch allen ein wunderschönes oktobergoldenes Wochenende!

Quelle:  Dagmar von Cramm, Martin Kintrup  „Vegetarisch genießen“, ISBN-10: 3833804793

23
Jun
10

Fußball-WM-Rezept 2010: Deutschland

„Ich esse gerne Sauerkraut und tanze gerne Polka…“

Was dem Neusseländer seine Kiwi, dem Japaner sein Sushi und dem Italiener seine Pasta ist, ist dem Deutschen natürlich sein Sauerkraut. Also mal ganz tief in der Klischeekiste gekramt und für Deutschland heute, am Tag des furiosen Einzuges ins Achtelfinale, flugs was mit Sauerkraut gebloggt.

220 g Roggen-Vollkornmehl
90 g Butter
Salz
1 säuerlicher Apfel (z.B. Boskop)
1 Zwiebel
500 g Sauerkraut
Öl
5 EL Apfelsaft, ungesüßt
3 kleine Kartoffeln
2 EL Kürbiskerne
1 EL Rosinen
80 g Bergkäse

Aus Mehl, Butter, ½ TL Salz und 4-5 EL kaltem Wasser einen glatten Teig kneten, zu einer Kugel formen und diese 30 min kühl stellen.

Apfel und Zwiebel klein würfeln. Das Sauerkraut etwas klein schneiden. Die Kürbiskerne in einer Pfanne fettfrei anrösten.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig anbraten. Sauerkraut und Apfel zufügen und den Apfelsaft dazu gießen.

Die Kartoffel schälen und direkt zum Sauerkraut reiben. Alles zusammen dann bei mittlerer Hitze 5 min offen köcheln lassen, so dass etwas Flüssigkeit verdampft. Die gerösteten Kürbiskerne und die Rosinen untermischen und abkühlen lassen.

Den Käse reiben.

Den Ofen auf 200° vorheizen. Den Teig dünn ausrollen und die Förmchen damit auskleiden, dabei einen Rand formen.

Anschließend die Sauerkrautmischung einfüllen und die Törtchen backen. Nach 25 min den geriebenen Käse auf die Törtchen streuen und weitere 5-10 min backen.

Schmeckt ziemlich gut, ich täte diese Törtchen aber auch nochmal mit einem Hefeteig statt des Mürbeteigs testen.

Leicht abgewandelt aus: GU „Quiches“ von Brigitta Stuber, ISBN: 9783833806773

Achtung, Bildung! Die Bedeutung der deutschen Flagge:

Die heraldische Kombination von Schwarz, Rot und Gold ist bereits seit dem Mittelalter bezeugt. (…)
Ein Ursprung der Farben Schwarz-Rot-Gold liegt auch in den Befreiungskriegen 1813 gegen Napoleon, nämlich bei den Uniformen des Lützowschen Freikorps. Die Korps setzten sich zumeist aus Studenten zusammen, die sich gegen die Besatzung Deutschlands durch Frankreich formierten. Da die Freiwilligen unter dem preußischen Major Adolf von Lützow aus allen Teilen Deutschlands stammten und von dort höchst unterschiedliche Uniformen und Zivilkleidung mitbrachten, war die einzige Möglichkeit, eine einheitliche Bekleidung herzustellen, die unterschiedlich farbigen Uniformen schwarz einzufärben. Hinzu kamen goldene (messingfarbene) Knöpfe sowie schließlich rote Aufschläge und Vorstoß. Zur Popularisierung hat die Tatsache beigetragen, dass die Farben die gleichen wie die der Reichsfahne im Heiligen Römischen Reich waren.

Diese Farbzusammenstellung wird auch durch einen (historisch verbürgten) Ausspruch aus den Befreiungskriegen bestätigt:
Aus der Schwärze (schwarz) der Knechtschaft durch blutige (rot) Schlachten ans goldene (gold) Licht der Freiheit.

Quelle: Wikipedia

25
Jan
10

Jota Triestina

Auf der Suche nach Rezepten mit J hat Franz von einfachkoestlich.de mich auf Jota Triestina von ihm und von Genussmousse aufmerksam gemacht. Passt prima – auch in die Jahreszeit und die Zutaten hatte ich irgendwie auch alle da, oder jedenfalls so ähnlich. Jota Triestina ist einfach zuzubereiten und schmeckt auch prima am nächsten Tag aufgewärmt. Den empfohlenen Pancetta haben wir ersatzlos gestrichen.

175g getrocknete Schwarzaugen-Bohnen, über Nacht eingeweicht
500g Sauerkraut, das gute Neusser
5 Kartoffeln

1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Lorbeerblätter

5 Wacholderbeeren
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Die eingeweichten Bohnen mit den Lorbeerblättern weichkochen. Die Hälfte der Bohnen wird wohl üblicherweise püriert, das haben wir nicht gemacht.

Die Kartoffeln schälen und in grobe Würfel schneiden

Die Zwiebel fein hacken und in etwas Olivenöl anschwitzen.

Den feingehackten Knoblauch dazu, kurz braten und noch bevor er braun wird, das Sauerkraut dazugeben.

Mit Wasser aufgießen, die Wacholderbeeren dazu geben und rund 20 Minuten köcheln.

Danach das Sauerkraut, die Kartoffeln und die Bohnen zusammengeben, gut mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Genussmousse empfiehlt dann, den Jota mindestens zwei Stunden ruhen zu lassen und dann aufgewärmt zu essen. Wir hatten dazu keine Zeit, weil wir erst abends kochen, aber es schmeckte auch frisch sehr gut. Wenn man die Suppe wieder aufwärmt, sollte sie nicht mehr kochen.

In Teller (übrigens Repliken antiken römischen Geschirrs aus Xanten) füllen und mit einem Faden frischem Olivenöl genießen.

Nicht aus Triest, aber immerhin Norditaliener, Gianmaria Testa:




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