Posts Tagged ‘senf

15
Feb
11

Knusprige Hörnchen in Polenta

Asche auf mein Haupt, ich hab’s vergessen, einfach vergessen. Aber jetzt hol ich’s nach. Im Oktober wurde das Buch Austro Pasta vom Löwenzahn Verlag an einige viele Blogger verschickt und ich hab schon etwas überlegt, ob ich es auch möchte. Aber bei Büchern werd‘ ich schwach und so habe ich es mir letztendlich doch zuschicken lassen.

Es handelt sich um ein sehr schön illustriertes Kochbuch mit  250 einfachen Rezepten. Auch interessant sind sicher die vielen Grundrezepte, die leicht verständlich aufgeführt und ohne viel Aufwand nachzukochen sind.
Die Unterteilung ist kalte, warme und süße Pasta ist sehr gelungen und am Ende stehen eben noch die Grundrezepte.
Auf den ersten Blick handelt es sich um meist recht außergewöhnliche Rezepte, die anfänglich etwas exotisch klingen.
So richtig warm geworden bin ich mit dem Buch noch nicht, auch nicht nach vier Monaten. Auf dem ersten Blick gefällt’s mir sehr gut, die Aufmachung ist nett, die Bilder sind toll und sehr ansprechend, aber irgendwie fehlt dann doch was. Was genau, weiß ich nicht, aber ich habe lange gebraucht, bis ich ein Rezept gefunden habe, was mich dann wirklich so angesprochen hat, dass ich es ausprobiert habe. Es hatte so gar kein Rezept, von dem ich dachte, dass ich das jetzt sofort unbedingt kochen muss – was für mich auch den Reiz eines Kochbuchs ausmacht.

Das von uns gewählte Rezept war sehr kurz, aber ausreichend beschrieben und auch geschmacklich sehr gut, das wird es sicher nochmal bei uns geben.

200g Hörnchen (wir hatten Maccaroni)
2 EL Polentagrieß
2 TL zerstoßene Senfkörner
1 EL Butter
1 EL Rapsöl (bei uns Olivenöl)
1 EL Mohnöl (bei uns Hanföl)
Salz, Bohnenkraut
Senfsprossen

Die Pasta al dente kochen und abgießen.

Polentagrieß und Senfkörner in der Butter in einer Pfanne anschwitzen.

Die gut abgetropften Nudeln und durchrösten, dann salzen.

Senfsprossen und gezuptes Bohnenkraut daruntermischen und mit den Ölen parfümieren.

Leider fehlen zu vielen Rezepten Fotos, dafür sind manche Fotos doppelt und noch häufiger vorhanden, was zwar gut aussieht, aber ich persönlich hätte mir mehr Fotos von mehr Rezepten gewünscht.
Und es ist nur sehr bedingt Vegetariergeeignet, da sehr viele Rezepte mit Fisch oder Fleisch sind.

Die süße Abteilung mit Pasta werde ich mir noch vornehmen, da bin ich dann doch neugierig drauf.

Buchtitel: Austro Pasta, 250 raffiniert einfache Rezepte
Autor: Toni Mörwald, Christoph Wagner, Jörg Wörther
Fotos: Michael Eckstein
Verlag: Löwenzahn, Innsbruck
ISBN 978-3-7066-2472-5 , 2010

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05
Nov
10

Kartoffeln im Senfkostüm an Salat

Bei diesem Rezept in Stephs Kuriositätenladen sprangen bei mir direkt alle Signale auf „Haben wollen. Sofort“ und die Umsetzung dauerte dann auch nicht mehr allzu lange. Ähnlich wie Steph liebe ich Senf, sehr sogar und für mich kann auch einfach mal nur eine Scheibe Brot bestrichen mit gutem Senf der Himmel auf Erden sein. Oder Eier in Senfsauce, einfach genial – nur es muss wirklich genug Senf in der Sauce sein.

Diese Kartoffeln haben genug Senf, um köstlich zu sein:

8 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
80 g Rotisseur Senf
2 EL Oivenöl
2 EL geschmolzene Butter
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
2 EL Zitronensaft
3 Knoblauchzehen, gepresst
2 TL grobes Meersalz
1 EL getrockneter Oregano
Pfeffer

Den Backofen auf 180° vorheizen.

Die Kartoffeln gründlich waschen und abtrocknen und in möglichst gleichgroße Spalten schneiden.

Die Butter schmelzen, dann Knoblauchzehen hineinpressen und mit dem Senf, Olivenöl, Zitronenabrieb, Zitronensaft, Oregano und Pfeffer vermischen.

Die Kartoffeln in einen Gefrierbeutel geben, die Senfmischung dazu und dann verschließen. Kräftig miteinander mischen und die Kartoffeln auf ein mit Backpapier belegtes Backblech ausschütten und verteilen, dass sie sich möglichst wenig berühren.

Ungefähr 45 min backen, bis die Spalten gar sind und leicht gebräunt.

Dazu hat uns ein Feldsalat mit einem einfachen Essig-Öl-Dressing geschmeckt.

Also, fest vornehmen für’s Wochenende: Senfkartoffeln testen! Wir wünschen Euch ein senfiges, wohlschmeckendes Wochenende!

29
Jan
10

Vierbuchstabenessen: Senf, Wels, Reis

Gefunden in Rubys Küche und danach auch im Kleinen Kuriositätenladen, nach intensiverer Recherche dann aber auch in den Archiven von Chili und Chiabatta oder mankannsessen.de zu entdecken, in vielfältigen Varianten und mit zahllosen Beilagen: Senfrisotto.

Als ich es das erste Mal entdeckte, dachte ich sofort an Fisch dazu, eine wunderbare Kombination. Er durfte nicht zu fein sein, deswegen fiel unsere Wahl auf den Wels, ein kräftiger Süßwasserfisch mit festem Fleisch.

Ich bin ja zugebenermaßen senfophil – und dieses Risotto ist für alle, die diese Leidenschaft teilen, der Kracher! Eine Götterspeise für Senfophile.

Der Fisch passte wunderbar, der war lediglich gebraten mit Pfeffer und Salz. Lieblingsrisotto ab jetzt, jawoll.

1 Schalotte
2 EL. Olivenöl
2 TL Senfkörner
175 g Risottoreis
Salz
100 ml Weißwein
~ 0,7 l Gemüsebouillon
1 EL körniger Senf
1 EL. scharfer Senf
1 TL Butter
30g  Parmesan, frisch gerieben
1 EL TK-Petersilie

Die Schalotte sehr fein würfeln und in einem Topf mit etwas Öl glasig braten.

Dann die Senfkörner hinzugeben und kurz mit anbraten. Den Reis ebenfalls hinzufügen, kurz unter rühren glasig werden lassen und mit dem Weißwein ablöschen.

Den Wein verdunsten lassen und ab dann schöpflöffelweise Gemüsebouillon dazugießen und rühren. Die Hitze reduzieren und bei mittlerer Hitze den Reis rührend köcheln lassen.

Die verdunstete Flüssigkeit so lange immer wieder ersetzen, bis der Reis gar ist.

Den Senf hinzugeben und unterrühren, anschließend die Butter, den geriebenen Parmesan und die Petersilie dazu geben und vorsichtig vermischen.

Den (oder das?) Risotto mit geschlossenem Deckel 2 – 3 Minuten ruhen lassen.

Also, ich kann mich immer noch, beim Schreiben dieses Artikels darüber freuen, was für ein wunderbares Essen das war. Eine absolute ***-Empfehlung von mir, das nachzumachen!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!


25
Mai
09

Senfei mit Kartoffel-Püree

pochierte Eier mit Senfsauce und Kartoffel-Püree

„Daran sollt ihr sie erkennen…“, wie ein guter Bekannter mal so schön sagte, als von circa acht Personen nur die drei, die in der DDR aufgewachsen waren, sich voller Begeisterung einem Topf mit Senfeiern näherten und keiner daran vorbeigehen konnte, ohne nicht wenigstens ein Ei zu stiebitzen…

Auch ich kann’s (und will’s) nicht verleugnen. Und wenn ich nun auch schon mehr als die Hälfte meines Lebens im Rheinland wohne – Eier mit Senfsauce und Kartoffel-Püree schmecken immer noch richtig gut.

Für die Senfsauce:
100 ml – 150 ml Senf (den preiswerten, mittelscharfen aus’m Glas, nur so schmeckt’s wie früher)
2 EL Kapern
1 EL gehackten Dill
20 g Mehl
500 ml Milch

Für die Eier:
4 Eier
5 EL Essig
3 EL Kapernsud

Für das Kartoffelpüree:
5 große Kartoffeln
1/2 Bund glatte Petersilie
je 50 ml Sahne und Milch
Salz, Muskatnuss

Das Mehl in einem Topf anrösten, ohne dass es braun wird und mit der Milch aufgießen. Unter ständigem Rühren warten, bis die Milch eindickt. Den Senf und die Kapern dazu, etwas salzen. Warm stellen und kurz bevor die Eier kommen, den gehackten Dill unterrühren.

In einem Topf Wasser mit 5 EL Essig und 3 EL Kapernsud zum Kochen bringen. Die Eier einzeln aufschlagen und vorsichtig in das siedende Wasser gleiten lassen. Nach 5 – 7 Minuten Kochzeit mit einem Schaumlöffeln herausheben und in die warme Senfsauce legen.

Die Kartoffeln schälen, würfeln und kochen. Dann das Wasser abgießen, 50 ml Milch, 50 ml Sahne und 2 EL Butter unterrühren und mit einem Kartoffelstampfer pürieren. Abschmecken mit Salz und frisch geriebener Muskatnuss und einen halben Bund gehackte glatte Petersilie unterrühren.

Dazu hatten wir Kopfsalat mit einem Sauerrahm-Dressing.

Wirklich gut. Wie früher.




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