Posts Tagged ‘tintenfisch

13
Jul
10

Tintenfischtuben, gefüllt und gegrillt

Das Rezept hat jetzt ehrlich nix mit Paul zu tun, dem Tentakel-Orakel aus Oberhausen. Zumal ich ihm auch nicht nach dem Leben trachte, er hat lediglich vorausgesagt, was eingetroffen ist und nicht den Ausgang beeinflusst, auch wenn ihm das jetzt vorgeworfen wird. Das ein oder auch andere mal hat mir das weder gefallen noch gepasst, aber der Paul macht auch nur seinen Job und mit der Trefferquote sogar besser als jeder Wetterfrosch.

Sommerzeit – Grillzeit: als Vegetarierin hat man da manches Mal nach das Nachsehen und so kommt es durchaus vor, dass ich mir mein eigenes Zeugs zum Grillen mitbringe. Ich habe ja wenigstens noch den Vorteil, in Maßen Fisch zu essen, lieber jedenfalls als ’ne Tofuwurst. Zum Grillen gab es hier: Sardinenfilets, aufgespießt mit einem Salbeiblatt (sehr gut), Halloumispieße, abwechselnd mit einem gefalteten Minzeblatt dazwischen (köstlich), aufgespießte und mit Öl bepinselte Pimientos de Padrón (auch fein) und eben gefüllte und dann gegrillte Tintenfischtuben.

Die Tube ist des Tintenfischs Leib, den man prima füllen kann. Wir haben ein ganzes Kilo Tuben verarbeitet und gefüllt und den Rest dann eingefroren.

Zur Vorbereitung die Tintenfische am Kopf festhalten und mittels Zug vom Körper trennen, die Innereien des Tintenfisches befinden sich dann ebenfalls am Kopf und werden direkt mit entfernt. Dann muss man noch den sogenannten Schulp herausziehen, eine Art Knochengerüst, aus Chitin.

Die Köpfe haben wir unwissenderweise entsorgt, auch diese könnte man zerkleinert als Teil der Füllung verwenden.

Gefüllt haben wir die Tuben mit vorgekochtem Bulgur, gewürzt mit Harissa, kleingehacktem Knoblauch, Salz, Pfeffer, etwas Zimt, geschnittenen Minzeblättern und Pistazien. Eine ähnliche Füllung hatten wir schon einmal mit Couscous, was einfacher zu verarbeiten war, da sich die Couscous-Füllung zu kleinen Kügelchen formen ließ, die man dann problemlos in den Tintenfisch einfüllen konnte.

Die Bulgur-Füllung war aufgrund ihrer gröberen Struktur störrischer, so dass wir letztendlich einen Tortenspritzbeutel ohne Tülle verwendet haben, was dann sehr gut ging.

Die Tuben dann mit einem Zahnstocher verschließen und auf dem Feuer von allen Seiten grillen.

Der restliche Bulgur schmeckt gut dazu und auch den Fleischessern 🙂

Und hier ist sie auch wieder, die Adoptiv-Peperoni, blüht und wächst und gestern hat der Sturm sie vom Fensterbrett gefegt. Ich hoffe, sie hat keinen Schaden genommen, wir mussten sie stützen:

08
Jan
10

Karotten-Ingwer-Pasta, spießig und scharf

Ey, jetzt aber mal voll neben die Regional-Bio-Kiste gegriffen…

Pasta (natürlich selbstgemacht), Karotten (na gut, die waren bio und regional – die schönen die Bilanz), Tintenfisch, Zitronengras, Ingwer, Chili – und vegetarisch ist’s auch nicht. Grad noch rumgetönt und zum Glück immer ein Hintertürchen offen gelassen.

Herr Mestolo wollte scharfe Pasta, ich wollte meine Ruhe und vor allem was schnelles kochen und rausgekommen ist das.

Pastateig gemacht und auf der Chitarra verzupft, dazu filigran geschnittene Möhrchen in Spaghetti-Form (das war meine Rache an Herrn Mestolo, der musste die schnitzen), auf Zitronengras gespießtes Tintenfischfilet (so ward es angepriesen), die gekochten Spaghetti in heißen Ingwer-Chili-Öl geschwenkt und schon waren alle froh.

Die Pasta war richtig gut, schön scharf, wunderbar aromatisch. Ich hatte erst befürchtet, das Ingwer, Peperoncini UND Zitronengras ein bißchen dick aufgetragen ist, aber das passte gut zusammen.

Auch der Tintenfisch war prima und als Bratpremiere gelungen, die Konsistenz nichts mit den zähen gummiartigen Tintenfischobjekten vergleichbar ist, die man mancherorts serviert bekommt. Das Fleisch war sehr zart, schmackhaft und ein bißchen salzig.


Für die Pasta (zum ersten Mal mit Ei, nach diesem Rezept von Robert, Lamiacucina)
200 g Hartweizenmehl
1 EL Salz
100 g Eigelb
zu einem Teig verkneten, den etwas ruhen lassen und dann die
Chitarra bemühen. Pling.


1 große Möhre
Diese mit dem Sparschäler Streifen abhobeln und die Streifen wiederum mit dem Messer in Spaghettis schneiden (lassen).


200g Tintenfischfilet
3 Zitronengrasstängel
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
Das Tintenfischfilet in Würfel schneiden und auf das Zitronengras spießen. Butter und Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Spieße von beiden Seiten je 3 – 4 braten.


4 EL Olivenöl
Ingwer, walnussgroß
4 Peperoncini
Den Ingwer hacken und die Peperoncini in Ringe schneiden. Das Öl vorsichtig in einer Pfanne erhitzen und Ingwer und Peperoncini darin schwitzen lassen. Vorsicht, beides darf nicht braun werden.

Die Pasta kochen, ca. 1 -2 min und nach dem Abgießen im Peperoncini-Ingwer-Öl schwenken. Auf Tellern anrichten, Spieß dazu, etwas Pfeffer. Basta.

Schönes Wochenende für Euch alle!





Mestolo: DAS vegetarische Kochblog!

Vegetarische Küche, möglichst biologisch, regional und saisonal - mit Ausnahmen. Einmal wöchentlich geöffnet.

"Gutes Essen kann gesundheitsschädlich sein, schlechtes ist es immer." Wolfram Siebeck

Koch-Events:

Was ich wichtig finde:

Ärzte ohne Grenzen - Gesundheit ist ein Menschenrecht

Kochbuch:

Rezeptebuch

Und außerdem:

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

Küchenblogs